Technische Anpassung


Im Anschluß an die Erstanpassung in der Klinik erfolgt im Hörtherapiezentrum Potsdam die ausführliche Einstellung des Prozessors. Diese Anpassungsphase ist bei Erwachsenen auf ca. 10 bis 20 Therapieeinheiten verteilt und hängt von der Kooperationsfähigkeit, von der Ertaubungsursache und –dauer sowie dem Alter des Patienten ab. In Einzelfällen kann der betreuende Arzt eine Verlängerung verordnen. Auch andere implantierte Hörsysteme können angepasst werden: Informationen dazu unter www.entific.com und www.medel.com.

Im Bild zu sehen: Am Monitor wird die Prozessoreinstellung als Kurve dargestellt. Die spezielle CI-Software erlaubt feinste Änderungen von Frequenzen, Lautstärke und Impuls-Intensität. Jeder CI-Träger hat eine ganz individuelle Kurve, die sich bei beidseitigen Implantaten ebenfalls unterscheidet.

nach obenAnpassung des Sprachprozessors



Die Fotos zeigen die Audiotechnikerin Frau Diez und einen CI-Träger bei der Anpassung des Sprachprozessors, der das Implantat stimuliert. In mehreren Sitzungen wird der CI-Prozessor immer weiter optimiert und dazu über ein Ansteckkabel direkt mit dem Computer verbunden. Änderungen sind also unmittelbar hörbar. Der CI-Träger kann der Technikerin sofort Rückmeldung geben über die Hörveränderung. In enger Zusammenarbeit wird die Hörwahrnehmung mit dem CI Stufe für Stufe verfeinert, um Tonhöhen und Tonstärken immer differenzierter wahrzunehmen. Dabei ist die individuelle Hörerfahrung vor der Implantation von Bedeutung, denn verloren gegangene Hörbereiche werden im Verlauf der Anpassung schrittweise mit einbezogen. Nach einer gewissen Übungszeit und Hörerfahrung werden dann weitere Programme für unterschiedliche Hörumgebungen hinzugefügt.

Fachliches zur Messung des Hörfeldes: Die Hörschwelle zum Leisen (Hörbeginn) lässt sich messen und grafisch als Kurve darstellen. Bestimmt man zu dieser Hörkurve eine zweite Kurve mit den Werten für die angenehme Lautstärke der Töne, erhält man Einblick in das HÖRFELD mit der Lautstärkezunahme der hörbaren Töne. Im Idealfall nehmen alle Töne in der Lautstärkeskala einheitlich zu. Bei nicht ausgeglichenen Hörkurven kommt es zu Verdeckungen und Dominanzen einzelner Tonbereiche. Dies wird mit der Messung des Hörfeldes kontrolliert. Näheres erfahren Sie aus der PPT Datei "Hoerfeld" (3,4 MB). Diese Powerpoint-Datei steht Fachleuten und interessierten CI-Trägern zum Download zur Verfügung und kann mit einem kostenlosen PowerPoint-Viewer geöffnet werden.

nach obenCI-Anpassung bei Kleinkindern



Die CI-Anpassung bei Kleinkindern erfordert eine besonders anspruchsvolle und erfahrene Vorgehensweise, da Kinder keine Einschätzung ihres Hörempfindens mitteilen können und sich noch vor der natürlichen Sprachentwicklung befinden. Das Foto links zeigt Herrn Prof. Battmer bei der Prozessoranpassung für ein Kleinkind. Auf dem rechten Bild hat Frau Dr. Scholz ein Kabel mit Pflaster am Prozessor des Kindes befestigt. So kann per Datenübertragung zum Monitor die Hörkurve des Kindes und die Hörfeldmessung kontrolliert werden. Diese Anpassung ist für Kinder belastungs- und schmerzfrei.

nach obenTechnische Versorgung und Beratung

Zubehör • Beratung zu den unterschiedlichen CI-Systemen vor der OP
• Regelmäßige Funktionsüberprüfung des CI
• Austausch und Reparatur defekter Teile
• Zubehör für TV und Audiogeräte oder FM-Anlage
• Batterie-Service
• Erprobung spezieller Hilfsmittel (z.B. Telefon, Lichtwecker)






Bild oben: © Advanced Bionics